Das Projekt


Mit dem Projekt “Nuglar Gärten” bauen wir seit 2013 eine solidarische Landwirtschaft, kurz; SoliLa, in Nuglar- St. Pantaleon auf.

Wir haben uns als ProduzentInnen und KonsumentInnen in Form eines nicht-gewinnorientierten Vereins zusammengeschlossen, um gemeinsam Verantwortung für eine gesunde und nachhaltige Ernährung zu übernehmen.

Auf einer Fläche von 7 Hektar, verteilt in und rundum Nuglar bringen wir vielfältige bio-dynamische und nach Prinzipien der Permakultur gestaltete Äcker, Gärten, Obst- und Beerenhaine in einem partizipativen Prozess gemeinsam zum erblühen.

Dabei erweitern und vermitteln wir unser Wissen über die aktuellen Herausforderungen der globalen Landwirtschaft und erschaffen konkrete lokale Handlungsmöglichkeiten für den globalen Wandel der Landwirtschaft.

Die Ernte teilen wir unter den Mitgliedern mit einem Ernte-Abo auf.

Unser grosses Anliegen ist in wertschätzender und achtsamer Haltung mit Mensch, Tier und Natur zusammen unsere Lebensmittel herzustellen und fruchtbarer Boden auch für zukünftige Generationen zu bewahren.


Die Organisation


Organisiert sind die Nuglar Gärten nach dem Modell der Communtiy Supported Agriculture (CSA) (in Deutsch; SoliLa - Solidarische Landwirtschaft, Gemeinschaftlich getragene Landwirtschaft oder Vertragslandwirtschaft).

Bei der SoliLa handelt es sich um einen Zusammenschluss von ProduzentInnen und KonsumentInnen, die sich sowohl die Verantwortung und Risiken wie auch die Gewinne teilen.

Aus dem direkten und gegenseitigen Austausch ergibt sich eine Win-Win-Win-Situation:

Die ProduzentInnen beziehen erstens ein sicheres und faires Einkommen und können bei natürlichen Risiken der Lebensmittelproduktion, wie z.B. einem Ernteausfall, auf die Solidarität der Gemeinschaft zählen.

Die KonsumentInnen erhalten zweitens einen kostengünstigen (Wegfall von Verkaufsmarge) Zugang zu hochwertigen, frischen Lebensmitteln aus ihrer Region. Zudem erleben die KonsumentInnen durch Partizipation im Betrieb eine unmittelbare, persönliche Beziehung zu ihren Lebensmitteln und können deren Produktionsbedingungen direkt mitbestimmen.

Drittens stellt sich ein Gewinn für die Umwelt ein, deren Gesundheit durch eine lokale, natürliche, vielfältige und nicht-gewinnorientierte Landwirtschaft, die ohne Pestizide, Monokulturen, Grossmaschinen und Überproduktion auskommt, langfristig gewährleistet wird.

Einen solchen Zusammenschluss von ProduzentInnen und KonsumentInnen ermöglicht es uns für Ernährungssouveräntität - das Recht die Landwirtschaft- und Ernährungsweise selbstbestimmt definieren zu dürfen - aktiv einzustehen und umzusetzen.

Finde mehr zur konkreten Organisation unter Mitwirken.


Der Anbau


Der Anbau erfolgt nach den Erkenntnissen und Richtlinien des biologisch-dynamischen Anbaus und integriert zudem Prinzipien der Permakultur.

Bodenfruchtbarkeit und Artenvielfalt stehen dabei im Mittelpunkt der Anbaumethoden und werden mit viel Behutsamkeit und Geduld regeneriert.

Wenn möglich verzichten wir dabei auf Traktoren und schwere Maschinen und bringen stattdessen unsere Hände und Muskelkraft zum Einsatz - damit der Boden und die Landschaft in ausbalancierten geschlossenen Kreisläufen lebendig sein können.

Wir arbeiten mit Achtsamkeit und beziehen bei der Bewirtschaftung unserer Flächen möglichst alle Wesen vor Ort mit ein.


Das Netzwerk


Die Nuglar Gärten sehen sich als Teil eines breiten Netzwerks, das aus verschiedenen Perspektiven her den Wandel der Landwirtschaft fördert.

Entstehungskontext

Urban Agriculture Netz Basel - Lebensmittel Gemeinschaft Basel - UniGärten Basel - Gemeinschaftsgarten Landhof

Partner

Eulenhof, Möhlin - Urban Agriculture Netz Basel - 2000m2 Weltacker - Gärtnerei Sonnhalde - Restaurant Alte Brennerei - ProSpecieRara Schweiz - Verband Regionale Vertragslandwirtschaft - Basel Wandel - Gemeinde Nuglar-St.Pantaleon - Stiftung Trigon - Bodenfruchtbarkeitsfonds

Gleichgesinnte Projekte

Beispiele in der Schweiz: Regionale Vertragslandwirtschaft

Eulenhof, Möhlin - Ortoloco, Zürich - GartenCoop, Freiburg

Förderung

2014:

  • Sustainable Development University Programme
  • Universität Basel
  • Lebensmittel Gemeinschaft Basel

2015:

  • Gesundheitsförderung Schweiz
  • Stiftung zur Pflege von Mensch, Mitwelt & Erde
  • Bioterra
  • Edith Maryon
  • Privatspender Stefan Zemp für Pacht
  • Privatdarlehen zinslos

2016:

  • Gesundheitsförderung Schweiz
  • Stiftung Freie Gemeinschaftsbank
  • HM Stiftung
  • Stiftung Bank Vontobel
  • Urban Agriculture Netz Basel
  • Solidarbürgschafts-Darlehen von Freie Gemeinschaftsbank
  • Stiftung der freien Gemeinschaftsbank